Die Landkreismesse WIR kommt

Georg Lindner, Nürnberger Nachrichten


WIRTSCHAFTSMESSE Mitte April steht in Gunzenhausen ein Großereignis an. Zehntausende Gäste erwartet


Es könnte die größte Veranstaltung werden, die im Frühjahr im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen stattfindet. Die Wirtschafts-, Informations- und Regionalausstellung WIR in Altmühlfranken wird vom 16. bis 19. April, täglich von 10 bis 18 Uhr, auf dem Schießwasen vermutlich zehntausende Besucher anlocken.


Im Rahmen des jüngsten Unternehmerfrühstücks des Stadtmarketingvereins stellte Josef Schmid von der Messe- und Ausstellungsorganisation Josef Werner Schmid mit Sitz in Mörslingen (Landkreis Dillingen) die aktuellen Planungen zu der Großmesse vor.


Mit Blick auf den Lageplan der Veranstaltungszelte erklärte Schmid, dass man bei der WIR bis ganz an die Zelte hin parken könne, einige Besucher also auch noch auf dem Festplatz Platz fänden, grundsätzlich aber auch weitere Parkplätze ausgewiesen werden müssten.


Für die WIR habe man zudem 3500 Personen befragt, um über deren Beweggründe für den Besuch der Messe etwas zu erfahren, und auch den Wohnort der Interviewten erfasst. Überwiegend werden demnach auf der Messe Bewohner des Landkreises erwartet - mit Ausreißern: Denn auch aus den Grenzgebieten im Landkreis Donau-Ries und aus dem westlichen Mittelfranken würden Interessierte nach Gunzenhausen anreisen, sogar aus Crailsheim kämen Besucher, zeigte eine farblich codierte Karte.


Insgesamt schätzt Schmid, mit Verweis auf andere Messen - die Firma organisiert auch die Donauries-Ausstellung oder den Kalten Markt in Ellwangen-, dass Besucher überwiegend aus einem Radius von etwa 30 bis 40 Fahrminuten mit dem Auto anreisen, was er als sogenannte „Fahrzeitzone“ bezeichnete. Nach den ersten drei Tagen mit etwas weniger Publikum kämen dann zumeist am Sonntag bis zu 12.000 Besucher.

Mit Verweis auf die Donauries-Ausstellung, die Anfang Oktober in Nördlingen stattgefunden hatte, erwähnte er die Stadt Oettingen und zeigte einige Bilder: Diese habe sich gebündelt in einem eigenen Zelt präsentiert, was er auch den Gunzenhäuser Gewerbetreibenden rate. Neben vier Zelten sei auch für ein Gunzenhausen ein Gastronomiezelt geplant, in dem lokale Genüsse angeboten werden sollen.


„Das direkte Kundengespräch auf solchen Messen ist für kleinere Gewerbetreibende unersetzbar“, meint Schmid. Grundsätzlich sei eine solche Messe auch für auswärtige Gewerbe offen. Da aber Sonderkonditionen für Gunzenhäuser Firmen angeboten werden, hoffe er auf genügend Nach-

frage aus der Altmühlstadt direkt. Sein Tipp: Die Gunzenhäuser sollten sich zusammentun und gemeinsam eine Halle anmieten - und dabei sparen. Die Firma JWS bezeichnet sich selbst auf ihrer Homepage als „die Messeorganisation, der die meisten Städte in Bayern vertrauen“ - an insgesamt 16 Standorten (davon dreimal in Baden-Württemberg) organisiert die Firma solche Großmessen.



Messe- und Ausstellungsorganisator Josef Schmid, Alexander Herzog (Stadtmarketingverein Gunzenhausen), Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Wirtschaftsförderer Matthias Hörr (von links) machen bereits jetzt Werbung für die WIR in Altmühlfranken-Messe im April. Foto: Georg Lindner